savate genovese

Diese unter Matrosen und Hafenarbeitern weitergegebene, sehr ursprüngliche Form des französischen Kickboxens, die im 19. Jahrhundert aus Marseille (→ Chausson marseillais) übernommen wurde, wird von Maestro Claudio Parodi direkt in Genua gelehrt.

Der größte Unterschied zum heutigen Savate-Boxe Française liegt darin, dass das Savate Genovese nie versportlicht wurde. Bis heute steht die Verteidigung in Notsituationen im Mittelpunkt.

Die Hände werden zum überwiegenden Teil zur Abwehr und Ablenkung verwendet. Kommen sie doch einmal als Angriffswaffen zum Einsatz, werden hauptsächlich Handflächen- und Hammerfaustschläge eingesetzt.

Die Fußtechniken sind vielfältig und, typisch genuesisch, sehr kraftvoll. Charakteristisch für den genuesischen Stil sind die „stechenden Tritte“ (calci di punta), die frontal mit der Fußspitze ausgeführt werden.

Das Savate Genovese verbessert die Beweglichkeit und liefert ein breites Repertoire an Beintechniken, die auch sehr gut kombiniert mit anderen Methoden angewendet werden können.